Gold ist überall auf der Welt vorhanden und noch nicht mal selten. Ob auf den Kontinenten, im Meer und in uns selbst. Die Konzentration und die Form des Goldes sind jedoch recht unterschiedlich. Normalerweise kommt Gold in der 15 km starken Erdkruste mit einer Konzentration von 0,005 g/t vor. Das sind zwar schätzungsweise insgesamt 30 Milliarden (!) Tonnen Gold, doch lohnt ein wirtschaftlicher Abbau nicht.Schätzungen gehen davon aus, dass alles bis heute weltweit geförderte Gold (in etwa 95.000 Tonnen) noch zu über 90% vorhanden ist. Das Edelmetall kommt selten in Reinform (als Goldklumpen, engl.: Nugget), sondern meist in Form von Legierungen vor. Wichtigste sind die so genannten "Buntmetalle" wie Kupfer und Nickel.

 

Silber kommt gediegen in der Natur vor. Dabei tritt es oft in Form von Körnern und als drahtigen verästeltes Geflecht in hydrothermal gebildeten Erzgängen auf. Wichtigste Silbervorkommen findet man in Nordamerika (USA, Kanada, Mexiko,) oder in Südamerika (Bolivien, Peru). Außer den Silbererzen werden noch silberhaltige Erze abgebaut. (die oft geringe Mengen Silber (0,01–1 %) enthalten. Dies sind häufig Bleiglanz (PbS) und Kupferkies (CuFeS2). Silber wird häufig als Nebenprodukt bei der Kupfer- oder Bleiherstellung gewonnen. Das seltene Element Silber, kommt mit etwa 0,079 ppm (entsprechend 0,0000079 Prozent) in der Erdkruste vor. Silber kommt ca. 20 mal häufiger vor als Gold.

 

Platin Vorkommen wird an der obersten 16 km dicken Erdkruste auf 5-10-7% geschätzt. In der Häufigkeitsliste der Elemente an steht es an der 76. Stelle. Nahe von Gold und Palladium. Platin findet man oft zusammen mit anderen Platinmetallen. Diese kommen entweder gediegen oder als Mineral vor. Platinmetalle-Vorkommen unterscheidet man in primäre und sekundäre Lagerstätten. Erstere (sog. Bergplatin) finden man im Ural (1843 wurde ein 12 kg Platinbrocken gefunden), Südafrika (mit 93% der gesicherten Weltreserven), Kanada und den USA). Die sekundären Platinseifen (durch Verwitterung entstandenen) werden in Kolumbien oder Russland gefördert

 

Palladium oder palladiumhaltige Legierungen in Fluss-Seifen finden man im Ural, Nord- und Südamerika, Äthiopien und in Australien. Seit Jahrzehnten sind diese aber weitestgehend ausgebeutet worden. Meist wird es aus Nickel- und Kupfererzen gewonnen. Geschätze. 40% stammen aus der russischen Förderung. Durch das rezyklen der Abgaskatalysatoren und der Möglichkeit zur Gewinnung aus abgebrannten Brennelementen, wird der Anteil von Palladium ansteigen.

 

Rhodium Vorkommen sind in Nord- und Südamerika, Südafrika, Ural und in den sulfidischen Kupfer-Nickelerze des Sudbury-Komplexes in Ontario zu finden. Es wird meist als Ammoniumhexachlororhodat (NH4)3RhCl6 gewonnen und mittels Wasserstoff bei sehr hohen Temperaturen zum Metall reduziert. Die Jahresproduktion liegt weltweite bei ca. 25 Tonnen. Durch den Anteil von einigen Prozenten in abgebrannten Brennelementen kann Rhodium auch aus diesen gewonnen werden. Das aus abgebrannten Brennelementen gewonnene Rhodium enthält aber radioaktive Isotope mit einer Halbwertszeit bis zu 45 Tagen und muss lange genug gelagert werden, bis die Radioaktivität unbedenklich abklingt.

 

Ruthenium ist ein seltenes Edelmetall. Der Anteil an der obersten Erdkruste ist auf ca.5-10-6 Prozent geschätzt, und liegt in der Vorkommensliste der Elemente in der Nähe des Osmiums. Als Begleiter des Platins tritt Ruthenium auch in sehr geringen Mengen auf. Im seltenen Mineral Laurit ist es auch zu finden. Durch die Gewinnung von Platinmetallen wird Ruthenium durch Oxidation mit Chlor und Destillation des RuO4 erhalten.

 

Iridium Vorkommen liegen in Nord- und Südamerika, Südafrika, Ural, Borneo, Tasmanien, und Japan. Es ist seltener als Gold oder Platin! Naturgemäß tritt es in Form von kleinen Körnern oder auch in Begleitung des Platins. Iridium und andere Elemente der Platingruppe finden man in Flusssanden und bei der Verhüttung von Nickelerzen.

 

Osmium hat ein Anteil von 1-10-6% an der Erdkruste und ist daher sehr selten. Die wichtigsten Vorkommen sind die platinmetallreichen Nickelerze in Kanada, Südafrika und Russland. Sekundäre Lagerstätten befinden sich auf Borneo, in Kolumbien, am Fuß des Urals und Äthiopien.